0561/49150468 info@robinvieregge.de

Spätestens seit dem „Mobilegeddon“ sollten Webseitenbetreiber sich darauf eingestellt haben, dass Nutzer ihre Webseite über ein mobiles Endgerät aufrufen und dafür Sorge getragen haben, dass ihre Webseite auch dementsprechend optimiert wurde. Lange Zeit gab es dazu keine verlässlichen Zahlen, nun aber hat Google in einer Stellungnahme erklärt, dass mehr als die Hälfte aller Suchanfragen auf der ganzen Welt von mobilen Endgeräten aus getätigt werden.

Nun gut, auch die Angabe „mehr als die Hälfte“ ist kein präziser Wert. Glücklicherweise hat sich die Firma Hitwise näher mit diesem Thema befasst und konnte Zahlen für den US-Markt präsentieren. In einer Untersuchung fand Hitwise heraus, dass ca. 58% aller Suchanfragen von mobilen Endgeräten aus getätigt werden. Diese Zahlen stammen aus einer Erhebung, bei der mehrere Millionen Suchanfragen von verschiedenen Endgeräten und zu verschiedenen Kategorien analysiert wurden. Die Erhebung fand zwischen dem 10. April und dem 7. Mai 2016 statt.

Mobiler Traffic / MobilegeddonDabei fiel auf, dass es Unterschiede zwischen einzelnen Kategorien gibt. So wurden Suchanfragen aus dem Bereich von Lebensmitteln und Getränken (72 %) mehr als doppelt so häufig mobile gesucht, wie Begriffe aus der Kategorie Banking (39 %).

Ein weiteres interessantes Ergebnis ist, dass die Suchanfragen etwas kürzer sind, wenn sie über ein Standgerät getätigt werden (13,8 Zeichen), im Gegensatz zu einer Suchanfrage von einem mobilen Endgerät (15,8 Zeichen).

Was bedeutet das für Webseitenbetreiber?

Die Ergebnisse sind nicht verwunderlich, sollten aber auch nicht 1:1 auf den deutschen Markt übertragen werden. Denn es ist davon auszugehen, dass sich beide Märkte hinsichtlich demografischer Aspekte und Nutzereigenschaften unterscheiden. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Unterschiede in der ICT Infrastruktur zu groß sind, dass die Ergebnisse komplett auf den deutschen Markt übertragen werden können. Hinzu kommt, dass es möglich ist, dass in Deutschland Kategorien gesucht werden, die in der Studie nicht berücksichtigt wurden.

Dennoch gibt diese Studie einen ersten Hinweis darauf, wie die Entwicklung voranschreiten kann. Mit dem Ausbau der Infrastruktur, besseren Geräten und besseren digitalen Fähigkeiten, die auch durch den demografischen Wandel stets deutlicher werden, kann die These aufgestellt werden, dass auch deutsche Internetnutzer immer häufiger das mobile Endgerät nutzen werden, wenn sie im Internet surfen.

Es ist darum unabdingbar, dass die Webseite für mobile Endgeräte optimiert ist. Das heißt, dass sowohl die grafische Darstellung, die User Experience und der Content auf die technischen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Nutzer eingestellt ist. Geschieht das nicht, werden Webseitenbetreiber Probleme haben, neue Kunden zu werben und Umsätze zu erzielen.

Quelle: SearchEngineLand